Samstag, 1. Oktober 2016

Vom Puzzle Ball und vom Loslassen

Hallo,

leider komme ich im Moment nicht so viel zum Bloggen, wie ich es gern wollte, aber während ich das hier schreibe (ehrlich gesagt, um mich ein wenig abzulenken), fährt mein Mann unsere Tochter gerade zum Flughafen. Sie macht mit der Schule einen Schüleraustausch in die USA. Nun, es ist nicht der erste Austausch. Sie war schon in der Schweiz und in Italien, aber noch nie so weit über den großen Teich. Es ist immer wieder ein komisches Gefühl, die Kinder loszulassen, hat man das aus Sicht des Kindes damals doch ganz anders gesehen.

Und da ich mich eigentlich hinlegen wollte, um noch eine Stunde zu schlafen, ich dazu aber natürlich viel zu aufgeregt bin, nutze ich jetzt die Zeit, um diesen Blogpost vorzubereiten. Wenn Ihr das hier lest, sind aber schon wieder zwei Tage vergangen, denn was ich Euch heute zeigen will, verschenke ich an unsere Zwillinge in der Familie, für die ich neulich schon die beiden Babyquilts genäht  habe. 

Natürlich musste es etwas Genähtes sein und so sehr es mich auch reizt, Babysachen zu nähen, habe ich gedacht, dass die beiden bestimmt schon so viele Sachen im Schrank haben und ich habe nach etwas anderem gesucht. Schon vor längerer Zeit, war ich über diesen Amish Puzzle Ball gestolpert und er ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Und so sieht er aus:


Es ist eigentlich gar nicht so schwer in anzufertigen, nur ein wenig zeitaufwendiger, wie es auf den ersten Blick aussieht. So müssen ja zuerst 36 Elipsen aufgemalt und ausgeschnitten werden:


Anschließend werden immer drei an den langen Seiten zusammengenäht und dabei eine kleine Wende- und Stopföffnung frei gelassen. Man kann dies mit der Hand oder der Maschine machen. Da ich der Meinung bin, dass dieser Ball schon sehr strapaziert werden kann, habe ich die Kanten zusätzlich versäubert.


Nun hat man also 12 Teile, die noch zum Ball aneinander genäht werden, das ging eigentlich am schnellsten. 
 

Und da Zwillinge ja nun mal zu zweit sind, musste ich das ganze natürlich zweimal nähen. Einmal mit rosa und einmal mit blau. 


Man kann an die Stellen, wo die einzelnen Segmente aufeinander treffen auch noch Knöpfe annähen, dann klappert es, wenn der Ball über Pakett oder Fliesen rollt. Da ich bei Babies aber immer vorsichtig bin, habe ich darauf verzichtet. Oder man nimmt auch noch unterschiedlich strukturierte Stoffe, wie Samt, Tweed, usw., dann können die Babies unterschiedliche Materialien erspüren. Doch ich muss zugeben, als mir das einfiel, war ich schon zu weit ;-)

So, während ich jetzt hoffentlich auf das Wohl von Lena und Max anstoße, dürft Ihr mir, wenn Ihr mögt, gern einen Kommentar hinterlassen. Und vielleicht sitzt meine Nichte, die Mutter der beiden, in siebzehn Jahren genauso zuhause und musste gerade Ihre beiden Kinder in die Weite Welt loslassen.

Ich wünsche Euch ein wunderschönes langes Wochenende mit hoffentlich vielen kreativen Stunden, vielleicht auch mit Euren Kindern zusammen. Genießt es, die Zeit vergeht so schnell....

Eure ArianeB

Kommentare:

Augusthimmel hat gesagt…

Auf den ersten Blick konnte ich mir nicht vorstellen, wie man so einen Ball nähen soll. Aber jetzt - mit deinen Bildern - wird es schon klarer. Dennoch: das ist eine ganz schöne Fummelarbeit. Hut ab, dass du gleich zwei von diesen tollen Bällen genäht hast!
Liebe Grüße von Kirstin

Julia hat gesagt…

Mensch, das sieht aber aufwendig aus! Mir gefällt diese Idee für ein Babygeschenk sehr. Mal etwas anderes! Und sehr, sehr schön😁
LG
Julia

ArianeB hat gesagt…

Liebe Kirstin, ich gebe zu, der erste hat mehr Spaß gemacht :-) Danke für die lieben Worte!
LG Ariane

ArianeB hat gesagt…

Liebe Julia, ja, es dauerte länger als gedacht, aber die Eltern haben sich schon mal gefreut und wenn's die Kinder nachher auch tun, hat sich jede Minute gelohnt.
LG Ariane