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Samstag, 20. April 2019

Modernes Maschinenquilten - mein Buchtipp!

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ISBN: 978-3-8307-0985-5

Hallo, 
ich hatte ja bereits angekündigt, dass ich der Stiebner-Verlag so freundlich war und mir einige Rezensionsexemplare zu meiner Bestellung beigelegt hat. Zwei Bücher davon habe ich mir schon genauer angesehen, genauer gesagt gelesen (irgendeinen Vorteil muss es ja haben, wenn man morgens nicht mehr schlafen kann ;-)), wovon ich Euch das erste heute vorstellen möchte.

Vorab sei gesagt, ich bin (von beiden) total begeistert von dem Inhalt des Buches, von der Aufmachung, von der Art des Geschriebenen, von der Motivation, die einem dieses Buch gibt, gleich loslegen zu wollen. Doch beginne ich von vorn, warum ich denke, dass dieses Buch so toll ist, für jeden, der beginnen möchte, seine Quilts selbst mit der Maschine zu quilten, seine Fertigkeiten zu verbessern oder vielleicht auch das ein oder andere Problem zu beheben, welches immer wieder beim Quilten bei ihm aufkommt. Sicher, wenn man schon gequiltet hat oder sich schon länger damit beschäftigt, wird der ein oder andere viele bereits bekannte Informationen wiederfinden, denn dieses Buch richtet sich an Anfänger genauso wie bereits fortgeschrittene Quilter. Manchmal weiß man nur den letzten Kniff nicht. Dabei macht Cathrine Redford, die selbst auf einer Bernina näht, nicht Werbung für sämtliches Sonderzubehör, das es inzwischen für viele Nähmaschinen gibt, sondern sie macht eher Mut, dass man auch mit einer normalen Nähmaschine super quilten kann, das Zubehör aber sicher das ein oder andere erleichtert. Sie ermuntert dazu, Zubehör auszuprobieren, um das anzuschaffen, was man auch wirklich benutzen wird. Sie regt an, in den Fachhandel zu gehen und dieses Zubehör vor dem Kauf auszuprobieren. Dazu sei gesagt, dass das bei mir natürlich möglich ist ;-)

Aber kommen wir zur Aufmachung des Buches: Bereits im Text auf der Rückseite ist erwähnt, dass das Buch im Stil eines Arbeitsheftes angelegt ist. Das Buch soll als Nachschlagewerk dienen, mit Platz für Randnotizen. Immer wieder ermuntert sie den Leser mit Tabellen, sich Notizen zu den benutzten Füßen, Stichen, Stichlängen usw. aufzuschreiben. Ich musste schmunzeln, denn genauso geht es mir oft. Ich quilte etwas mit einem Stich meiner Bernina 770QE und denke dabei, naja, das kann ich mir ja merken, wie ich das eingestellt habe, ist ja nicht so schwer und dann komme ich ein paar Tage nicht zum Weiternähen, mache womöglich etwas anderes und dann ist es natürlich vergessen. Den Stich finde ich ja meist noch wieder, aber wie ich den in der Länge oder Breite verändert habe.... einfach vergessen. Dann hilft nur ausprobieren. 

Eigentlich halte ich nichts davon, in Bücher zu schreiben (da bin ich ja echt pingelig!), aber bei diesem Buch kann ich mir gut vorstellen, dass man es mich und Euch unser Quilterleben begleitet. 


Das Buch ist, von der Einleitung und dem Register abgesehen, in fünf Kapitel gegliedert. 

Im ersten Kapitel gibt Cathrine Redford detailierte Informationen über die Herstellung eines Quiltsandwiches, Stoffe waschen oder nicht, Batting waschen oder nicht, auf welche Qualität man beim Material achten solle und lässt sich auch über die hilfreiche Einrichtung eines Nähplatzes. 

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Quilten mit dem Obertransport (Dualtransport oder Walking Foot), gibt viele Beispiele zum Üben und motiviert zum Ausprobieren. Sie gibt Tipps, wie am besten begonnen wird und strebt dabei nie Perfektionismus an, was ich super sympathisch finde. 

Im dritten Kapitel geht es dann um das Freihandquilten. Auch hier wird wieder zuerst das benötigte Zubehör erklärt: Welcher Nähfuß für welche Muster evtl. geeigneter sind, wie die Maschine eingestellt werden muss/kann und sie regt immer wieder an, verschiedene Sachen auszuprobieren (Füße, Garne, Vliese).
Das Kapitel zeigt verschiedene Muster, so dass man das Buch gut zum Üben und Festigen seiner Fähigkeiten nutzen kann. Immer werden Muster und Beispiele mit gequilteten Stoffen gezeigt. Cathrine Redford vergleicht das Quilten mit dem Autofahren, was ich sehr passend fand. Wir werden alle nicht als perfekte sichere Fahrer geboren, die meisten von uns besitzen einen Führerschein, aber mussten üben, üben, üben bis sie so fahren konnten, wie sie es jetzt tun. Also kann es jeder lernen, wir müssen nur anfangen zu üben.   

Das vierte Kapitel ist eine Galerie aus Ihren Quilts, die in den vorher vorgestellten unterschiedlichen Arten gequiltet wurden. Das empfinde ich als unheimlich inspirierend, weil man dann gleich sieht, wie das vorher erklärte wirkt. In Gedanken bin ich tatsächlich meine letzten Arbeiten durchgegangen und habe überlegt, ob ich, wenn ich dieses Buch vorher gehabt hätte, vielleicht das ein oder andere anders angegangen hätte. Vielleicht wäre ich mutiger gewesen. Aber es ist nicht so, dass ich nicht noch einige ungequilteter(Ufo)Topps bei mir liegen hätte. Oh, da freue ich mich jetzt aber drauf. Die Ergebnisse werde ich hier sicher zeigen.

Im letzten Kapitel gibt es aber für alle, die keine Ufos mehr liegen haben, oder die lieber etwas Neues anfangen (lach) auch noch vier verschiedene Anleitungen zum Üben des eben Erlernten. Ganz toll zum Üben finde ich ja diese Platzsets. Die sehen nicht nur toll aus, die sind auch am Anfang super zu handhaben unter der Maschine. 

Insgesamt umfasst das Buch 127 Seiten und ich habe JEDE Seite genossen, ich hoffe, Euch geht es genauso... 

Wenn Ihr neugierig geworden seid auf das Buch, könnt Ihr das Buch gern direkt beim Stiebner Verlag hier erwerben oder natürlich bei mir im Laden.

Mir wurde dieses Buch kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt, dies beeinflusst aber in keiner Weise meine ehrliche Meinung. Wie immer könnt Ihr Euch gern das Buch bei mir im Laden in Ruhe ansehen. Bestellt Ihr direkt beim Verlag, erhalte ich keine Provision vom Verkaufserlös. 

Ich wünsche Euch jetzt noch einen schönen Abend, ich werde noch ein Ründchen an meinem Plaid weiterstricken. Mein Ziel ist es, dass ich es am Wochenende fertig bekomme, mir juckt nämlich schon wieder ein neues Projekt in den Fingern ;-) Doch auch dazu bald mehr...

Frohe Ostern und bis bald,
Eure ArianeB

Der Beitrag "Modernes Maschinenquilten - mein Buchtipp!" erschien zuerst auf http://arianeb-handmade.blogspot.com/

Freitag, 21. Oktober 2016

Babyquilt und Walking Foot

 
Hallo,

kennt Ihr das auch, wenn Ihr einen Quilt nähen wollt, dann kauft man Stoff, überelegt, wie man am besten näht und legt los. Relativ schnell - je nach Muster natürlich - ist das Topp fertig und dann liegt es da. Eine Zeit wird es sich angesehen, überlegt, wie man weitermachen soll und dann kommen immer mehr andere Projekte dazwischen und schließlich landet das Topp ordentlich zusammengelegt im Schrank (bei anderen UFOs). So ist das auch mit diesem Quilt passiert bis ich ihn vor zwei Tagen rausgeholt habe, weil ich vor lauter Taschen einfach mal was anderes nähen musste. 

Ruckzuck war er fertig. Rückseitenstoff rausgesucht, ein dünnes Polyestervlies dazwischen und mit Quiltnadeln ein Sandwich hergestellt. Zuerst habe ich im Nahtschatten gequiltet und bei dieser Gelegenheit gleich mal meinen Walking Foot von meiner Nähmaschine ausprobiert. 


Am Anfang hatte ich ein bisschen Probleme, den Fuß anzubringen, aber wenn man erstmal herausgefunden hat, dass der Hebel des Fußes über der Schraube für die Nadel liegen muss, ist alles klar. Der Fuß ist geeignet für Materialien, die leicht verrutschen und mehr Halt beim Nähen benötigen oder eben zum Quilten. Man quiltet hierbei eher in geraden Linien und Bögen und nicht in filigranen Mustern wie beim Freemotion Quilting.
Das ging also wunderbar und nichts hat sich verschoben oder verzogen. 

Auch die Streifen für das Binding hatte ich sogar schon vorbereitet und so ging auch das ganz schnell anzunähen. Am Schluss natürlich wie immer mit der Hand.




Da mir die geraden Linien im Schatten gequiltet allein zu langweilig waren, habe ich einfach noch Bögen quer gequiltet. Gern hätte ich Blumen oder Blätterranken dargestellt, aber da ich im Freemotion Quilten überhaupt nicht geübt bin, hatte ich echt Angst das schöne Topp zu verhunzen. Aber irgendwann einmal bekomme ich auch das hin.

Also wieder ein UFO fertig! Ein gutes Gefühl und noch besser, wenn am Ende so eine hübsche kleine Decke entstanden ist.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, das Wetter scheint wieder Handarbeitswetter zu werden, denn es ist richtig nasskalt draußen. Ich werde jetzt eine schöne große Runde mit meiner Hündin Jenny drehen und anschließend bei Tee und Duftkerze ein wenig mit der Hand nähen. Ich habe noch ein paar Leseknochen zu füllen und zu schließen.

Und was macht Ihr bei diesem Wetter so?

Bis bald
Eure ArianeB

verlinkt bei:Freutag und MCQ

Der Artikel "Babyquilt und Walking Foot" erschien zuerst auf http://arianeb-handmade.blogspot.de/.