Mittwoch, 21. Januar 2026

Die ersten Nähprojekte des Jahres...

[Werbung]


Hallo, 

wahrscheinlich denken einige von Euch schon, ich stricke nur noch. Nein, aber es ist natürlich immer so schön gemütlich, abends auf der Couch, Tee, warme Kuscheldecke und Strickzeug. Dabei gucken wir eine schöne Serie auf Netflix und so wachsen natürlich meine Strickmodelle im Moment extrem schnell. Mein Pulli aus dem letzten Beitrag ist daher schon wieder ein ganzes Stück gewachsen und jetzt werden die Reihe von Runde zu Runde kürzer. 



Eigentlich ganz cool beim Raglan von unten, was gefühlt ja immer ewig dauert, sind ja die Ärmel und die sind schon mal fertig. Dann bleibt allerdings ein wenig die Spannung, ob der Pulli auch gut passt und sitzt. Natürlich zeige ich Euch ein Tragefoto. Das Buch "Inselmaschen" hatte ich Euch ürbigens hier vorgestellt.

Also, ich habe auch schon genäht in diesem Jahr und zwar die obigen Taschen aus einer alten Jeanshose meines Mannes. Die Anleitungen dazu erscheinen demnächst in dem Heft "Näh was mit Jeans" im Partner Medien Verlag. Schon ganz lange wollte ich was mit diesen tollen Borten machen und jetzt war die Gelegenheit. 

Und ich habe diesen Modern Quilt gemacht. Auch der erscheint demnächst im Patchwork Magazin 4/26. Ich habe gedacht, dass er doch ganz toll als Strandlaken fungieren könnte, was meint Ihr?



Ach ja, schön wäre es, wenn es wieder etwas wärmer würde, oder? Mein Mann sagt immer zu mir: Du willst immer die Jahreszeit, die gerade nicht ist :-)) Irgendwie hat er recht, Vorfreuede ist eben die schönste Freude, aber es ist jetzt genug mit Kälte und ich möchte so gern mal wieder draußen in der Sonne einen Kaffee trinken. Oder? Naja, da müssen wir uns wohl noch ein bisschen gedulden und genießen noch ein wenig die langen (kreativen) Abende gemütlich auf der Couch oder an der Nähmaschine. 

In diesem Sinne, macht es Euch gemütlich und seid kreativ!

Bis bald
Eure ArianeB

Der Beitrag "Die ersten Nähprojekte des Jahres..." erschien zuerst auf https://arianeb-handmade.blogspot.com



 

Sonntag, 18. Januar 2026

Inselmaschen von Erika Aberg

[Werbung]

Hallo, 

heute will ich Euch die Anfänge meines neuen Pullis zeigen. Ursprünglich wollte ich diesen schon vor der Weste stricken, aber ich muss zugeben, ich habe mich etwas schwer getan. Warum? Ich wollte so gern diese Wolle verstricken und mir war auch klar, dass ich was aus dem neuen Buch Inselmaschen von Erika Aberg aus dem Stiebner Verlag stricken wollte, allerdings gab es mehrere Projekte, die für mich in Frage kamen und so lag es erstmal und ich musste noch ein wenig darauf rumdenken. 

ISBN: 978-3-8307-2168-0

Bereits vor zwei Jahren hatte ich Euch das Buch Küstenmaschen der Autorin ebenfalls im Stiebner Verlag erschienen vorgestellt und ein Tuch daraus gestrickt. Erinnert Ihr Euch? Ihr findet den Blogbeitrag hier.



Genau wie damals stellt die Autorin Ihre von den Inseln inspirierten Strickdesigns vor, gibt Einblicke in Land und Leute, zu den dort lebenden Schafrassen, der Wollverarbeitung und dem Leben mit der Natur. 
                                                        

Dieses Mal entführt uns Erika Aberg über Wales und Schweden bis zu den Färöer Inseln. Es gibt tolle Bilder und noch schönere Strickmodelle und auch, wenn die Designerin sich eher an die Farben der Natur hält, habe ich mich für das kräftige Orange der Kos von Sandnes entschieden. Die Wolle passt super zu dem Modell Wales Nr.3, sie wärmt im Winter durch den hohen Alpaka und Schurwollanteil und kühlt im Sommer aufgrund ihrer Faserstruktur. Mehr Informationen zum Garn findet Ihr auch auf der Seite von Sandnes hier. Natürlich haben wir das tolle Garn bei uns im Sortiment.
                                                        

Die Maschenprobe passte super zu diesem Projekt und so konnte ich gleich loslegen. Der Pulli wird als Raglna von unten gestrickt, oben auf dem Bild seht Ihr, dass ich bereits beim ersten Ärmel bin und ich freue mich, wenn ich die Teile zusammensetze und mit den Raglanabnahmen starten kann.  

Wie bereits geschrieben gibt es noch viele weitere Modelle, die es mir angetan hatten, zum Beispiel dieser Pulli im Perlmuster...

... oder rechts die Jacke steht auf jeden Fall noch auf meiner Projektliste. 

                                                     
Aber es gibt auch tolle Anleitungen für Socken, Tücher oder Mützen und Handschuhe. Da ist auf jeden Fall für jeden was dabei. 





Ich hoffe, ich konnte Euch ein bisschen neugierig machen auf das Buch und natrülich zeige ich Euch meinen Pulli, wenn er fertig ist. Ein kleines wenig dauert es aber noch. Es ist auf jeden Fall ein ganz entspanntes Stricken abends beim Fernsehen auf der Couch und so wächst der Pulli langsam vor sich hin. 

Wie immer bedanke ich mich an dieser Stelle wieder beim Stiebner Verlag! Ihr macht so schöne Bücher und ich freue mich, dass ich sie für Euch auf meinem Blog vorstellen darf. 

Macht Euch einen gemütlichen Sonntagabend, der Januar ist schon halb rum und heute schien hier bei uns ein wenig die Sonne. Die Tage werden auch schon wieder etwas länger, ich freue mich auf den Frühling. Wie ist das bei Euch?

Ach ja, bei der Gelegenheit möchte ich nochmal auf mein Geburtstagsgewinnspiel hinweisen. Habt Ihr da schon mitgemacht? Sonst könnt Ihr das bis Ende Januar immer noch hier. 

Viel Glück und bis bald
Eure ArianeB

Der Beitrag "Inselmaschen von Erika Aberg" erschien zuerst auf https://arianeb-handmade.blogspot.com

 

Samstag, 17. Januar 2026

Strickpraxis: Die Maschenprobe

[Werbung]


Hallo, 

dankeschön, für die vielen lieben Worte zu meiner Weste. Das Buch dazu hatte ich hier bereits vorgestellt. Ich bin auch total begeistert und habe ein paar hübsche Knöpfe dafür gefunden. Was meint Ihr? 


Gar nicht so einfach, denn inzwischen haben wir eine ganz schön große Knopfauswahl und wer bekanntlich die Wahl hat... Doch das gefällt mir richtig gut und passt super zum Stil der Weste. 
Hier wie versprochen noch ein paar Tragefotos: 



Die Weste ist nach dem Baden noch ein Stückchen "gewachsen", was auch gut so war, denn es wäre sonst ein wenig eng geworden. Das kam für mich natürlich nicht so überraschend, denn aufgrund des Musters, habe ich mir das gedacht. Und ja, ich habe natürlich auch eine Maschenprobe vor Beginn gemacht

Die Maschenprobe soll auch heute mein Thema sein. Wie schon das letzte Mal angekündigt, möchte ich in diesem Jahr auch auf ein paar Strickthemen aufmerksam machen. Ich werde sie mit der Überschrift "Strickpraxis" versehen, dann könnt Ihr sie mit der Suchleiste leichter wiederfinden. Ich hoffe, meine kleinen Themen und Tipps helfen Euch in Eurem Strickalltag ein wenig weiter. Gern gehe ich auch auf gewünschte Themen ein. Wenn Ihr also einen Wunsch habt, dann schreibt mir gern. 

Heute also:
Die Maschenprobe!


Hand auf´s Herz, wer macht sie?

Bei uns im Laden eigentlich täglich ein Thema. Ich empfehle sie grundsätzlich, wenn man mit einer neuen noch unbekannten Wolle strickt, oder selbst, wenn ich die Wolle schon mal verstrickt habe, ich aber ein anderes Muster stricken will, empfiehlt es sich, diese Maschenprobe zu wiederholen. Natürlich dann im Muster!

Wie macht man eine Maschenprobe? Wieviele Maschen nehmen wir auf?

Es gibt meist auf der Banderole der Wolle eine ungefähre Angabe und eine empfohlene Nadelstärke. In meinem Beispiel habe ich ja mit der "InEinklang" von Atelier Zitron gestrickt. Hier sollte ich eine Maschenprobe von 24 Maschen und 30 Reihen haben, bei einer Nadelstärke von 4 - 4,5.


Ich bin ein eher lockerer Stricker, daher habe ich gleich zu einer 4er Nadel gegriffen (und weil ich die schöne Mystiks von Addi neulich zum Testen zugeschickt bekommen habe). Strickt sich wirklich gut. Und natürlich habe ich die Maschenprobe im Muster gestrickt. Meine Maschenprobe ergab 21 Maschen! Ihr seht, das sind drei Maschen weniger als auf der Banderole. Hätte ich mich darauf verlassen, wäre mein Strickstück um einiges größer ausgefallen und es hätte definitiv nicht so gut gesessen. 

Wäre ich ein eher fester Stricker, dann hätte ich wahrscheinlich mehr Maschen auf 10cm, oder wenn das Muster mehr zusammenziehen würde, durchaus möglich bei einem Rippenmuster zum Beispiel. Also, wieviele Maschen sollte man aufnehmen? Immer so 25 % mehr als auf der Banderole steht. Bei 24 Maschen also 30 Maschen. Warum? Die Randmaschen verhalten sich anders. Sie können sich zum Beispiel einrollen. Wenn Du dann Deine Maschenprobe in Form ziehen oder spannen musst, könntest Du sie schon wieder verändern.

Und ganz wichtig: Nur eine gebadete Maschenprobe ist eine richtige Maschenprobe. Ich höre sehr oft: Klar habe ich eine Maschenprobe gemacht, aber die habe ich dann nach dem Messen gleicht wieder geribbelt und neu angeschlagen. Falsch! Klar könnt Ihr so testen, welche Nadelstärke vielleicht am besten passt, aber ob das Strickstück nachher passt, bleibt abzuwarten. 

Also, strickt Eure Maschenprobe ca. 10cm hoch und kettet sie locker ab. Wenn Ihr wissen wollt, ob sie sich nach dem Bad verändert hat, könnt Ihr sie schon mal messen. Notiert Euch das Ergebnis.
Anschließend badet Ihr sie in kaltem Wasser. Nehmt eine Schüssel oder einen Topf und legt die Strickprobe für mindestens eine halbe Stunde da hinein. Die Maschenprobe soll sich mit Wasser vollsaugen und entspannen. Dann nehmt Ihr sie heraus, drückt sie in einem Handtuch aus, zieht sie etwas in Form, nicht spannen, und lasst sie liegend trocknen. Nun messt Ihr die Maschenprobe (nochmal). Ihr könnt dafür ein Maßband, ein Lineal oder, ich liebe diesen Maschenprobenelefanten von KnitPro. Den lege ich einfach wie auf dem Bild auf meine Maschenprobe und dann zähle ich die Maschen dazwischen. 



Dieser kleine Strickhelfer misst übrigens nicht nur Maschenproben, sondern hat auch eine Klinge unterm Rüssel zum Fadenabschneiden, wenn ich keine Schere zur Hand habe, und man kann mit ihm prima nicht nur Stricknadeln sondern auch Häkelnadeln messen. Ich finde, er sollte in keinem Strickkörbchen fehlen. 

Was habe ich denn jetzt von meiner Maschenprobe? Muss ich unbedingt versuchen auf die Maschenprobe in der Anleitung zu kommen? Was ist, wenn die Maschen stimmen, aber die Reihen nicht?

Natürlich ist es einfacher, wenn ich mit der gleichen Wolle stricke, die in der Anleitung angegeben ist, aber im Grunde habt keine Angst eine andere Wolle zu wählen. Es gibt oft genug den Fall, wo die Maschenprobe so stark abweicht, wie bei mir gerade. Sicher kann ich eine andere Nadelstärke probieren, wenn ich aber auf eine viel zu große Nadel wechseln muss, dass mein Maschenbild nicht mehr gut aussieht, dann wird mir das ganze Strickstück womöglich keine Freude bereiten. Muss ich immer kleiner werden mit der Nadel, so dass mein Gestrick bretthart wird, wird es mir wahrscheinlich auch nicht gefallen. Und außerdem komme ich dann wahrscheinlich nicht mit der angegebenen Menge aus. 
Stimmt die Maschenanzahl, aber die Reihenanzahl nicht, könnte es auch daran liegen, da bei dem fertigen Strickstück nachher noch die Schwerkraft mithilft. Bestimmte Muster (Querrippen und kraus rechts zum Beispiel) werden bei einem größeren Strickstück noch ein ganzes Stück wachsen. (Vielleicht kennt hier jemand von Euch meinen roten Mantel hier. Er geht mir inzwischen bis über Knie ;-) aber ich liebe ihn noch wie am ersten Tag!).
Um zu prüfen, obe das Muster in der Länge nachgibt, könnte ich meine Maschenprobe auch hängend mit etwas Gewicht (z.B. Wäscheklammern) trocknen lassen. Bedenkt aber, wenn es beim Trocknen dann länger wird, die Reihenzahl sich erhöht, wird sich die Maschenzahl sehr wahrscheinlich verringern, da die Maschen in die Länge gezogen ja verschlanken, ergo passen mehr in 10cm hinein.

Probiert es einfach aus, umso mehr Maschenproben Ihr in Eurem Strickleben macht, umso ein besseres Gefühl bekommt Ihr dafür. Und ja, es ist irgendwie lästig, aber es steigert auf die Vorfreude auf das kommende Strickstück und sicher habt Ihr für die kurze Zeit, die Ihr auf das Trocknen Eurer Strickprobe wartet, moch das ein oder andere Ufo in Eurem Strickkörbchen zum Weiterstricken liegen. 

Ach ja, oft hat auch die gewählte Nadel Einfluss auf Eure Maschenprobe. Es gibt so viele verschiedene Nadeln und Materialien, so dass es sich lohnt, auch hier etwas anderes zu testen, wenn Ihr mit Eurer Maschenprobe noch nicht ganz zufrieden seid. 

Wenn Ihr jetzt also die Wolle trotz abweichender Maschenprobe verwenden wollt, dann könnt Ihr ganz einfach mittels des Dreisatzes umrechnen: Eure Maschenprobe durch die angegebene Maschenprobe , ergibt den Faktor mit dem Ihr alle Maschenangaben multiplizieren müsst. In meinem Beispiel oben 21M / 24M = 0,875. Das gilt für alle Angaben wie zugenommene Maschen odet erreichte Maschen bei Zwischenschritten. 

Übrigens darf die Strickprobe gern bei Bedarf am Ende noch mit verwendet werden. Solltet Ihr also die Wolle aus Eurer Strickprobe am Schluss noch brauchen, dann ribbelt sie auf und benutzt sie noch, bevor Ihr für drei Reihen noch ein neues Knäuel anfangen müsst. 

Ich hoffe,  meine Ausführungen zur Maschenprobe konnten ein wenig Klarheit in das Thema bringen. Wenn Du noch Fragen zu dem Thema hast, dann schreibe mir gern oder sprich mich im Laden an. Wie helfen Dir gern durch Dein komplettes Strickprojekt, angefangen bei der Auswahl der Wolle über die Maschenprobe bis zum Vernähen Deiner Fäden. 

Bis bald 
Eure ArianeB

Der Beitrag "Strickpraxis: Die Maschenprobe" erschien zuerst auf https://arianeb-handmade.blogspot.com